Aktuell:
SUN-AREA 2.0 geht an den Start
Vor vier Jahren hat das Forschungsprojekt SUN-AREA seinen Anfang genommen. Seit der Solarpotenzialanalyse der Modellstadt Osnabrück 2006, berechnete das SUN-AREA Team inzwischen die solare Eignung der Dächer in über 150 Kommunen.
Im Team rund um Prof. Dr. Martina Klärle wurde eine weitere Entwicklungsphase des Projekts mit zahlreichen Neuerungen abgeschlossen.
- Durch eine Methodenoptimierung können zukünftig 70% der Berechnungszeit eingespart werden.
- SUN-AREA 2.0 gibt Empfehlungen, mit welchem Modultyp die größte Wirtschaftlichkeit zu erreichen ist.
- Ein regelmäßig aktualisierter Wirtschaftlichkeitsrechner, informiert die Bürger darüber, wann sich ihre Photovoltaikanlage amortisiert haben wird.
- Auch bei nicht-homogenen Dachflächen, wie Tonnendächern, ist eine Berechnung mit hoher Qualität möglich.
- Das SUN-AREA Solarkataster lässt sich auf allen gängigen Geobasisdaten (Laserscans, Luftbilder und 3D-Stadtmodelle) aufbauen.
Wir stehen nicht still. Gemeinsam entwickeln wir – die Fachhochschule Frankfurt, das Steinbeis-Transferzentrum für Geoinformations- und Landmanagement und das Ingenieurbüro Prof. Dr. Klärle – SUN-AREA stetig weiter. Mit SUN-AREA 2.0 stehen Ihnen zukünftig Prof. Dr. Martina Klärle, Dipl.-Geoinf. Sandra Lanig (Entwicklung), Dipl.-Ing. Claudine Balbach (Angebote), Dipl.-Geogr. Katharina Meik und Dipl.-Ing. Melanie Krauße (Projektorganisation) sowie Dr. Manfred Stolzenburg (Geschäftsmodelle) zur Seite.
SUN-AREA - das Solarpotenzial-Dachkataster
SUN-AREA erbringt den Nachweis: deutschlandweit sind zirka 20 Prozent der vorhandenen Dachflächen für eine effektive, solare Energienutzung geeignet. Allein diese Fläche wäre bei voller Nutzung in der Lage den kompletten privaten Strombedarf der Bundesrepublik zu decken. Dies entspricht mehr als dem Hundertfachen der derzeitigen Nutzung.
Solarpotenzial berechnen
SUN-AREA ermöglicht die Erfassung des solaren Energiepotenzials von Dächern aus Kommunen, Städten oder sogar ganzen Landkreisen. Über Geographische Informationssysteme (GIS) werden auf Basis von hochauflösenden Flugzeugscannerdaten automatisiert geeignete Dächer für die Gewinnung von Solarenergie erkannt. Eine eigens entwickelte Formel berechnet für jedes Dach individuell die potenzielle Eignung in Bezug auf Standortfaktoren, wie z. B. die Verschattung oder die Dachausrichtung. Sogar der Sonnenstand innerhalb der Jahreszeiten wird in die Berechnungen mit einbezogen.
Was kann mein Dach?
Von Kommunen und Landkreisen beauftragt wird jedermann ein Solarkataster Online über das Internet zur Verfügung gestellt. Der Bürger kann so den potenziellen Stromertrag, die CO2-Einsparung sowie das daraus resultierende Investitionsvolumen für sein eigenes Dach ermitteln.
SUN-AREA liefert einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur Wertschöpfung in der Geoinformatik. Erstmals wird das Anwendungsfeld der Solarpotenzialanalyse im Gebäudestand innerhalb Deutschlands erschlossen.
Wir freuen uns, durch unser Mitwirken am Projekt SUN-AREA das Solarenergiezeitalter unserer Gesellschaft ein Stück näher gebracht zu haben und damit aktiv dem Problem Klimawandel entgegenzuwirken.
Prof. Dr. Martina Klärle
Leiterin des Forschungsprojektes SUN-AREA

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